ScaleBuster - Ion Enterprises Ltd

WASSERBEHANDLUNG - Zinkanode reduziert Korrosion und Kosten

SHARE
Jul. 21, 2021

Die Essener Immeo Wohnen – ehemals ThyssenKrupp Wohnimmobilien GmbH – setzt beim Kalkschutz ihrer Mietobjekte auf ein spezielles Wasserbehandlungssystem. Das diesem zu Grunde liegende galvanische Verfahren gewährleistet effiziente Instandhaltung bei vergleichsweise niedrigen Kosten.

Über 100.000 Menschen leben in den rund 48.000 Wohnungen der Immeo Wohnen GmbH, deren Objekte vor allem in der Rhein-Ruhr-Region liegen. In der Mehrzahl handelt es sich um ehemalige Werkswohnungen. Die traditionsreichen, teilweise denkmalgeschützten Gebäude will Immeo nach eigenem Bekunden „modern, zuverlässig und kundenorientiert“ bewirtschaften. „Dieser Wohnraum bedarf ständiger Pflege. Wir engagieren uns stark in der Instandsetzung und Modernisierung, um den Bestand zu optimieren“, sagt Rainer Langenhorst, der bei Immeo Wohnen Service als Abteilungsleiter Real Estate Technik tätig ist.

Verkrustete Rohrleitungen

Ein immer wieder auftretendes Problem sind korrodierte, verkrustete Wasserleitungen. Gebäudetechnik-Fachmann Langenhorst erläutert das Problem: „Das Rohrnetz in unseren Objekten besteht unter anderem aus verzinkten Stahlrohren. Nach 30 bis 40 Jahren Dienstzeit ist das Zink auf der Innenseite der Rohre weit gehend abgetragen. Der Sauerstoff im Wasser korrodiert den dann blank liegenden Stahl, es bilden sich Rostkrusten. An diesen sehr rauen Oberflächen lagert sich in der Folge vermehrt Kalk ab.“ Nach und nach wachsen die Rohrleitungen mit Kalkablagerungen zu, was sich letztendlich durch verringerten Durchfluss oder gar Rohrverschluss bemerkbar macht. Anfang der 1990er Jahre hatte die damalige Thyssen Wohnstätten AG dem Problem mit Pilot projekten auf der Basis verschiedener physikalischer Wasserbehandlungssysteme, zum Beispiel durch den Einsatz von Permanentmagneten, Herr zu werden versucht. Ohne Erfolg. Chemische Verfahren kamen für das Unternehmen von vornherein nicht in Frage. „Unsere Mieter lehnen Zusätze in ihrem Trinkwasser generell ab. Der Einsatz von Salzen oder anderen Stoffen zur Kalkbekämpfung fand und findet bei ihnen keine Akzeptanz“, berichtet Langenhorst.